
| Unglaublich. Unglaublich groß. Unglaublich tragisch. Einfach unglaublich. Ein bewegtes Leben in Kürze … | | |  | | | 1958 | | Noch hat er sein Privatleben … | | — | Hinter den Kulissen:
 | Am 29. August 1958 bringt Katherine Jackson, in Gary, einer kleinen, unbedeutenden Stadt in Indiana, einen Jungen zur Welt. Sie nennt ihn Michael — Michael Joseph Jackson. | Jahre später:

| Wer hätte damals geahnt, dass dieser unschuldige kleine Junge eines Tages zu ‘Jacko’, dem ‘erklärten Monster’ der Welt werden würde … Hätte Michael es geahnt, hätte er sich wohl gar nicht erst aus dem Bauch seiner Mum herausgetraut. |
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| | 1958 - 1963 | In der Öffentlichkeit:
 | Noch fürchtet er sich nicht vor Kameras, noch trägt er keinen Mundschutz und keine Sonnenbrille … | Gerüchte: | — | Hinter den Kulissen: | Michael ist das siebte von neun Kindern. Er besucht den Kindergarten und die ersten Jahre der Grundschule in Gary — 5 oder 6 Jahre, an die er sich später als ‘seine Kindheit’ erinnern wird. Michael ist ein sensibles Kind, vielleicht das sensibelste der Jackson-Geschwister, und er ist erst knappe 5 Jahre alt, als er in der Band seiner Brüder den führenden Stimmpart übernimmt. Es scheint, als wäre das bereits der Schlussstrich unter Michael Jacksons Kindheit. | Jahre später:
 | Der kleine Michael liebt das Lachen. Hätte er es nur noch ein paar Jahre länger unbeschwert genießen können … |
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| | 1964 - 1968 | Schon jetzt, Michael ist noch nicht den Kinderschuhen entschlüpft, spaltet sich sein Star- von seinem Privatleben ab. Auf der Bühne ist er zu Hause. Dort lebt er auf. Und dahinter … ? | In der Öffentlichkeit:
 | Die Jackson5 werden schnell berühmt. Zunächst singen sie nur in Nachtclubs und Bars, doch der kleine Michael ist ehrgeizig und talentiert. Seine Stimme und tänzerische Begabung bringt die Gruppe zu Talentwettbewerben, die sie allesamt gewinnen.
Offensichtlich genießt Michael es, im Rampenlicht zu stehen. Seine engelsgleiche Stimme verzaubert jeden, und es scheint, als wäre er nur auf die Welt gekommen, um zu singen und tanzen. Schon im zarten Alter von 8 oder 9 Jahren beginnt Michael, selbst Songs zu schreiben. In kindlichem Übermut meint er, er wollte einmal die erfolgreichste Platte aller Zeiten herausbringen …
Die Erfolge der Jackson5 überschlagen sich, und als sie 1967 im Apollo-Theater das Finale gewinnen, tobt der Saal. Und als diese ‘letzte Hürde’ überwunden ist, beginnt eine Karriere, die sich kaum jemand erträumen würde. Schon sind sie bei Motown, was an sich schon ein Ziel wäre, doch für den kleinen Michael Jackson ist es gerade einmal der Anfang. | Gerüchte: | — | Hinter den Kulissen:
 | Doch hinter der Bühne weint Michael. Der noch nicht einmal 10 Jahre alte Junge kann es kaum ertragen, all die anderen Kinder draußen spielen zu sehen, während er hart für seinen Erfolg arbeiten muss. Sein Vater Joseph wendet raue Methoden an, um den Erfolg der Brüder zu garantieren. Er prügelt die Kinder, und er soll seinen Erfolg auch bekommen — leider auf Kosten des Seelenlebens seines begabtesten Sohnes. Michael leidet wie kein anderer unter der Härte seines Vaters. Er fürchtet ihn so sehr, dass er sich regelrecht übergeben muss, wenn Joseph ihm nur über den Weg läuft. Michael muss schneller erwachsen werden, als jedes andere Kind. Die Verantwortung des Erfolges der Familie lastet auf seinen kindlichen Schultern. Da vergeht sogar seinen einst unbeschwert strahlenden Kinderaugen manchmal das Lachen … | Er sagt Jahre später:

| Oxford-Rede, 2001:
Beinahe 40 Jahre später — Michael ist inzwischen längst der bekannteste Mann der Welt — weint er immernoch bitterlich, wenn er an diese Zeiten zurückdenkt: „Ich bin das Produkt eines Mangels an Kindheit, des Fehlens dieses wertvollen und wunderbaren Alters, in dem man übermütig spielerisch und ohne Sorge in der Welt herumtoben kann. (…) Mein Vater sagte nie, dass er mich liebt, während er mir in die Augen sah; er spielte nie mit mir. Er nahm mich nie huckepack, er warf nie Kissen oder einen Wasser-Ballon nach mir. Aber ich erinnere mich — einmal, da war diese kleine Messe bei uns, und er hob mich hoch und setzte mich auf ein Pony. Es war nur eine so kleine Geste, wahrscheinlich hat er es fünf Minuten später bereits vergessen gehabt. Aber gerade wegen diesem kurzen Moment, gibt es in meinem Herzen diesen besonderen Platz für ihn (…) für mich bedeutete dieser Moment alles …“ | | | | | 1969 - 1973 | In der Öffentlichkeit:
 | Es folgt der Umzug nach Kalifornien. Die Gruppe geht auf Tour, feiert einen Erfolg nach dem andern und wird mit Preisen und Auszeichnungen nur so überhäuft. Die Plattenbosse scheinen ihre neuen Goldesel gefunden zu haben — besonders einen, den kleinen Michael Jackson. | Gerüchte: | — | Hinter den Kulissen:
 | Michael, 13 Jahre alt, beantwortet Fragen: • der glücklichste Moment in meinem Leben war: „spielen“ • wenn es regnet, dann mag ich am liebsten: „schlafen“ • mein liebster Tag ist: „‘der Tag der Liebe’“ | Er sagt Jahre später:

| Oprah-Interview, 1993:
„Wir hatten immer etwas zu tun. Wenn es nicht eine Fernsehshow war, dann war es ein Interview. Wenn kein Interview, dann eine Fotosession. Jedenfalls gab es immer etwas. (…) Ich hatte keine Freunde, als ich klein war. Meine Brüder waren meine Freunde. (…) Mein Vater hat mich geschlagen. Ich weiß nicht, ob er in mir einen Sündenbock gesehen hat, jedenfalls war er sehr hart, sehr streng. Alleine sein Blick hat genügt, um mir Angst zu machen. Und ich hatte sehr große Angst vor ihm. Es gab Zeiten, da wurde mir regelrecht übel, als ich ihn nur gesehen habe. Ich mußte mich übergeben. Als Kind und als Erwachsener. (…) Ich wünschte, ich könnte meinen Vater verstehen.“ | | | | | 1974 - 1976 | In der Öffentlichkeit:
 | Schnell beginnt man, Michael für eine Solokarriere aufzubauen, und auch ohne seine Brüder landet er einen Hit nach dem anderen. Auf der Bühne scheint seine Energie nicht zu übertrumpfen zu sein, seine Stimme bleibt hoch und klar. Nur hat auch Michael wie seine Brüder kaum Mitspracherecht im Bezug auf seine Musik und sein Image. Joseph Jackson, gleichzeitig Vater und Manager, überlegt, ob die Gruppe Motown verlassen soll. | Gerüchte: | — | Hinter den Kulissen:
 | Das Unvermeidliche geschieht: Michael kommt in die Pubertät. Seine Stimme wird tiefer, dennoch drängt man ihn nach wie vor in die höchsten Stimmlagen. Seine Arme und Beine werden länger, und wenn er in den Spiegel sieht, erschrickt er vor seinen vielen Pickeln. So sehr er sich auch bemüht, der niedliche Kinderstar verschwindet aus seinem Antlitz. Es macht ihm Angst — Angst, keinen Erfolg mehr zu haben, Agnst, nicht mehr geliebt zu werden. Die Brüder und sein Vater verpotten ihn. Sie nennen ihn ‘Bignose’. Michael beginnt, seine Nase zu hassen, und je älter er wird, um so mehr strebt er nach Kontrolle. Doch obwohl er schon beinahe volljährig ist, unterdrückt ihn sein überstrenger Vater: „Wenn du dir die Nase jemals richten läßt, zerschlage ich dir dein ganzes Gesicht!“, droht Joseph. | Er sagt Jahre später:

| Oprah-Interview, 1993:
„Für jeden Kinderstar ist das eine schwere Zeit. Du bist eben nicht mehr das süße, bezaubernde Kind, aber sie wollen alle, dass du immer klein bleibst! (…) Die Natur nahm ihren Lauf. Ich hatte so schlimme Pickel. Und ich schämte mich so sehr! Ich wusch mir das Gesicht im Dunkeln, ich wollte nicht mehr in den Spiegel schauen. Und mein Vater hänselte mich. Jeden Tag weinte ich deswegen. Ja, mein Vater zog mich ständig auf. Er sagte, ich sei häßlich …“
Oxford-Speech, 2001:
„Mein Vater ist ein strenger Mann, der mich und meine Brüder stets hart angepackt hat — schon vom frühsten Alter ab — um aus uns die besten Künstler zu machen, die wir werden konnten. Er hatte große Schwierigkeiten damit, mir seine Liebe zu zeigen. Er hat mir niemals gesagt, dass er mich liebt. Und er hat mir auch niemals ein Kompliment gemacht. Wenn ich eine sehr gute Show geliefert hatte, sagte er, dass es eine gute Show war, und wenn die Show okay war, sagte er … nichts.“, berichtet Michael weinend, „Er schien mehr als alles andere daran interessiert zu sein, aus uns einen großen kommerziellen Erfolg zu machen. Und darin war er mehr als ein Experte. Mein Vater war ein Manager-Genie, und meine Brüder und ich schulden unseren professionellen Erfolg nicht in geringem Maße auch dem gewaltvollen Weg, den er uns gehen ließ. Er trainierte mich zu einem Showman, und unter seiner Führung konnte ich keinen Schritt falsch machen. Aber was ich wirklich wollte, war ein Dad …“ | | | | | 1977 - 1978 | In der Öffentlichkeit:
 | Es ist beschlossen: die Jackson5 wechseln zu CBS-Records. Von nun an müssen sie sich ‘die Jacksons’ nennen, weil Motown die Rechte für ihren alten Namen hat. Unter diesem Label darf Michael erstmals einen Song singen, den er selbst geschrieben hat: ‘Blues Away’. Nach wie vor regnet es goldene und platine Schallplatten, und die Hysterie, wenn die Gruppe irgendwo aufkreuzt, ähnelt der ‘Beatlemania’, wenn es nicht gar schlimmer ist. An der Seite von Diana Ross dreht Michael einen Flim: ‘The Wiz'’ (der Zauberer von Oz), in dem er die Rolle der Vogelscheuche spielt. Der Film floppt, nur Michaels Rolle wird von den Kritikern hochgelobt.
Dann wird das Album ‘Destiny’ veröffentlicht, welches die erste Scheibe ist, die nur eigene Songs der Brüder enthält. Der fleißige Michael hat an jedem der Lieder mitgeschrieben. Die erste eigene Platte — das bedeutet natürlich einen immensen Druck, aber sie halten dem stand und verdienen sich erneut goldene und platine Schallplatten. Die Brüder gehen auf Welttournee. | Gerüchte: | — | Hinter den Kulissen:
 | Obwohl er noch so jung ist, wird Michael zunehmend auch ernst. 1977 sagt er: „Ich habe die ganz Reichen und die ganz Armen kennengelernt. Aber am meistn bin ich an den Armen interessiert. (…) Ich bin für das dankbar, was ich habe, und ich möchte anderen helfen. Wenn ich andere Länder besuche, möchte ich auch die armen Teile kennenlernen. Ich möchte wissen, wie es ist, zu hungern. Ich möchte es nicht nur hören oder lesen — ich möchte es sehen. Es ist etwas ganz anderes, wenn du es selbst siehtst (…) — du erfährst dann etwas mehr …“
Michael leidet zunehmend unter seinem Ruhm: „Die Leute reden nicht mit dir wie mit ihrem Nachbarn. Deswegen fühle ich mich unter normalen Menschen fremd und komisch. (…) Manchmal gehe ich nachts nach draußen in die Straßen, um jemanden zu suchen, der mit mir spricht …“ Doch er kehrte von dieser Suche jedesmal wieder erfolglos nach Hause zurück …
Kinder und Tiere liebt Michael über alles. Bei ihnen fühlt er sich wohl. Denn hier spielt sein Ruhm keine Riolle. Außerdem leidet er des öfteren unter Stimmproblemen. Konzerte müssen abgesagt werden, und einmal erleidet er sogar einen akuten Anfall von Atemnot. | Er sagt Jahre später:

| Oprah-Interview, 1993:
„Meine Bestimmung ist ‘zu geben’ so gut ich eben kann. Der Welt Liebe, Frieden und Harmonie zu schenken durch meine Musik und Lieder. Und ich bin geehrt und fühle mich gesegnet, dass Gott mich zu einem Instrument der Natur gemacht hat, um den Menschen das geben zu können. (…) Ich liebe an Tieren dasselbe, was ich auch an Kindern so wundervoll finde, ihre Reinheit und Ehrlichkeit. Sie wollen nichts von einem, außer dein Freund zu sein, und das ist so süß …“ |  |
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