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Care For Michael
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- nie wieder angsterfüllte Augen -

• nicht nur eine Kampagne, sondern eine
Schuldigkeit, ein Ziel, eine Vision •


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Chronik des Schreckens

Kein Mensch auf der Welt lebt seit seiner Kindheit so im Licht der Öffentlichkeit wie Michael Jackson. Wir wissen alle, dass die Gerüchteküche um ihn niemals aufhören wird die absurdesten Behauptungen auszuspucken und wir wissen alle, dass Michaels Image dadurch nur immer noch mehr geschädigt wird.

Aber Michael hat etwas was nur wenig Künstler haben. Die engagiertesten und treuesten Fans der Welt. Fans, die für ihn die weitesten Reisen in Kauf nehmen, ihr letztes Geld ausgeben. Fans, die zusammen Kampagnen auf die Beine stellen um Michael wo immer es nur geht mit aller Kraft zu unterstützen. Er muß seine Fans wirklich lieben. Und ja, das tut er, er sagt es uns immer wieder wie sehr er uns liebt und doch gab und gibt es immer wieder Situationen wo man sich ernsthaft fragen muß wie Michael da noch lieben kann.

Seine Fans lieben ihn über alles, seit er ein Kind ist. Sie tun alles um ihn zu sehen, ihn zu berühren. Wenn einer das will ist es in Ordnung aber Hunderte? Da wird es leicht gefährlich und Michael wird herumgestoßen, angegriffen und verletzt. Natürlich hat er Bodyguards, die für seine Sicherheit garantieren sollen aber ist es wirklich nötig vor den eigenen Fans beschützt werden zu müssen?

Wissen wir doch alles, werdet Ihr vielleicht sagen aber trotzdem findet Ihr auf dieser Seite eine kleine Reise durch Michaels Leben mit seinen Fans. Keiner zweifelt daran, dass es auch schöne Momente gibt, in Michaels Suite zum Beispiel, aber hier geht es um Situationen in denen man Angst um ihn haben muß und die gibt es leider zu Hauf.

1970 • Michael ist 12 Jahre alt
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2. Mai
Die Jackson 5 traten im Philadelphia Convention Center erstmals als Motown Top Act auf. Es war vergleichbar mit dem Empfang für die Beatles. Nur eine Heerschar von Sicherheitskräften der Stadt und des Flughafens war in der Lage, die Jacksons vor dem völligen Überrannt-Werden zu beschützen. Hysterische Fans durchbrachen die Schranken am Flughafen. Beim Konzert mußten hunderte von Polizisten die Fans wieder und wieder von der Bühne wegdrängen. In drei Limousinen mit Motorrad-Eskorte wurden die Jacksons nach dem Konzert in ihr Hotel gebracht. Jermaine: „Michael stand Todesängste aus. Er war wirklich in Panik. „Ich weiß nicht ob ich das ewig aushalten könnte“, sagte er 'Vielleicht eine Zeit lang aber nicht andauernd'“

9. Oktober
Tourauftakt der Jackson 5 im Boston Garden.

Bob Jones erinnert sich: „Noch vor dem Ende der letzten Nummer mußten wir die Jungs verdammt schnell rausbringen. Trotz der Sicherheitskräfte und der vier Meter hohen Bühne wurde die Gruppe von fanatischen Fans bedrängt.“

1971 • Michael ist 13 Jahre alt

 

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Im New Yorker Madison Square Garden mußte die Show nach nur zwei Minuten abgebrochen werden, weil die Fans die Bühne stürmten. „Bitte geht zurück auf Eure Plätze!“, bat Michael. Doch schließlich mußte die Gruppe die Bühne verlassen und konnte erst wiederkommen als sich die Menge beruhigt hatte.

Michael klagt: „Ich wünsche mir, dass wir einmal einen Auftritt richtig zu Ende bringen können und nicht schon vor dem Schluß verschwinden müssen wegen der Menge, die auf die Bühne stürmt.“

Lionel Richie erinnert sich: „Das einzige von dieser Tournee, woran ich mich erinnern kann, ist die kreischende Menge...“

28. Dezember
Ein Reporter bekam ein Interview mit den Jackson 5 in ihrem Hotelzimmer. Schnell sammelten sich Fans vor der Tür und riefen: „Michael! Michael! Michael!“. Tito wollte nach draussen gehen um sie zu beruhigen. Als er die Tür öffnete drängte eine Gruppe von Mädchen in den Raum. Sie begannen Michael zu herzen und zu küssen...
1972 • Michael ist 14 Jahre alt

Im Herbst erhielt die Emerson Junior High, die Michael besuchte eine Morddrohung gegen ihn. Michaels Eltern waren so geschockt, dass sie den Jungen von der Schule nahmen und privat unterrichten ließen.

Michael über Fans: „Das Wichtigste ist, dass wir unsere Fans nicht verraten oder ausnutzen. Ich hasse es, wenn Künstler ihre Fans nicht richtig behandeln. Das macht mir Bauchschmerzen. Ich habe einmal erlebt wie ein großer Star ein Mädchen dazu gebracht hat, ein Date mit ihm zu haben, nur weil er eben ein Star ist. Wie können Leute so etwas tun?“

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November
Die Jackson 5 treten in Europa auf. U.A. auch in London. Die Masse der Fans, die die Gruppe am Flughafen empfing, geriet außer Kontrolle, so dass die Brüder verzweifelt in verschiedenen Richtungen auseinanderliefen um ihre Limousine zu finden. Der frenetische Lärm, der sogar die Flugzeugmotoren übertönte, trieb Michael und Marlon Tränen in die Augen. Michael verlor einen Schuh, außerdem wurde er fast erwürgt. Er mußte sich durch Horden kreischender Mädchen drängen und dabei aus Angst vor ihren Fingernägeln eine Hand vor die Augen halten.

Jermaine: „Er hätte wirklich Angst haben müssen! Sie zogen an beiden Enden seines Schals und erdrosselten ihn beinahe. Er mußte die Hand unter seinen Schal stecken und schreien damit es ihm nicht den Hals abschnürte.

Michael: „Sie griffen nach meinen Haaren und zogen daran, es brannte wie Feuer. Du fühlst Dich als müßtest Du ersticken oder als würdest Du in Deine Einzelteile zerlegt werden.“

Am nächsten Tag bedrohte ein neunjähriges Mädchen einen kräftigen Hotel-Türsteher mit einem Messer um in Michaels Zimmer zu gelangen.
Am Rolls Royce, der die Gruppe transportierte entstand ein Schaden von 12.000 Dollar, den die Fans angerichtet hatten.

1981 • Michael ist 23 Jahre alt

 

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Ein weiblicher Fan schreibt Michael einen Brief und behauptet er sei der Vater ihres Kindes. Sie legt ein Foto von sich und ihrem Kind bei. Michael ignoriert den Brief doch sie läßt nicht locker. Sie beschwört Michael zu ihr zu kommen weil sie ihn über alles liebt und sich sicher ist, dass er nur mit ihr glücklich werden kann. Schließlich schickt sie Michael ein Päckchen mit einer Waffe und einem Zettel in dem sie ihn auffordert sich an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit umzubringen. Sie schreibt, dass sie das Selbe tun würde, nachdem sie ihr Kind getötet hätte. Sie hatte beschlossen, dass wenn sie drei nicht in diesem Leben zusammen sein konnten dann vielleicht in einem anderen. Michael war bloß noch entsetzt. Er rahmte die Fotographie und stellte sie im Wohnzimmer auf. „Ich muß mir ihr Gesicht merken, falls sie auftaucht. Ich werde dieses Gesicht nie vergessen.“ Die junge Frau wurde schließlich in eine Psychatrie eingeliefert.

1982 • Michael ist 24 Jahre alt

 

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1982 verarbeitete Michael dieses Erlebniss in seinem Hit „Billie Jean“.

Er beschloß später auch diese Geschichte nicht in seiner Autobiographie „Moonwalk“ zu veröffentlichen aus Angst, sie könnte zu ähnlichen Vorfällen anstiften. Michael: „Es tut weh belagert zu werden... Nicht mental sondern körperlich. Du glaubst, Du bist eine Nudel an der von zehn Leuten gleichzeitig gezogen wird. Sie merken das nicht. Sie lieben Dich so sehr, dass sie ein Stückchen von Dir haben wollen. Es gibt Fans, die haben wirklich Haare von mir! Ich könnte jetzt nach England fahren und sie zeigen sie mir und sagen: „Das sind Deine Haare von vor drei Jahren.““

Michael nach der „Triumph“-Tour:
„Das ist meine letzte Tournee. Ich will nie wieder eine machen. Niemals.“
1983 • Michael ist 25 Jahre alt

Katherine, Michaels Mutter, über Fans: „Es gibt so viele von ihnen und Du hast keine Ahnung was in ihren Köpfen vorgeht. Deshalb ist es für meinen Sohn auch so schwierig eine Frau zufinden.“
Michael im Gespräch mit dem Reporter Dave Nussbaum: „Ich liebe meine Fans aber ich habe Angst vor ihnen. Einige von ihnen würden alles unternehmen um zu mir zu gelangen. Sie wissen nicht, dass das was sie tun Dich vielleicht verletzen könnte.“

Sandy Brown, Nachbarin von Michael in Encino: „Es gibt Leute, die praktisch vor seinem Haus leben. Sie hocken manchmal zwei oder drei Tage in den Büschen. Das ist gefährlich, denn einige von diesen Leuten sind wirklich verrückt. Du weißt nie, wem Deine Kinder auf der Strasse begegnen. Es geht das Gerücht, dass Michael nach Malibu ziehen will. Hoffentlich ist es wahr.“

aus J.R.Taraborellis Michael Jackson-Biographie

 

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1988 • Michael ist 30 Jahre alt

 

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8.Juli

Michael trat im Rahmen der Bad-Tour in München auf.
Ein Fan erinnert sich: „Ich war damals 16 Jahre alt und bin einfach hingegangen ohne mir dabei etwas zu denken. Das Konzert selbst war fantastisch. Einige Leute dort erzählten mir, dass sie noch zu Michaels Hotel gehen wollten. Spontan entschloß ich mich mit zu kommen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Die Menschen schrien mir in die Ohren, drückten mich an die Absperrung, fielen in Ohnmacht. Manche kletterten auf Autos oder Busse nur um näher an Michaels Fenster zu sein. Dann kam Michael raus und alle stürmten auf ihn ein. Überall hörte man Sirenen und Blaulicht. Die Menschen schrien durcheinander, Blitzlichter tauchten alles in eine noch bedrohlichere Atmosphäre. Alle rannten zu Michaels Auto, ich wurde einfach mitgerissen. Und dann sah ich Michael. Er lächelte und winkte seinen Fans zu. Seitdem bewundere ich ihn noch viel mehr.“
1996 • Michael ist 38 Jahre alt

Als Michael in Sidney war kam er an seinem Hotel an .Ich hatte eine gute Position, die ich seit 9 Uhr morgens beibehalten hatte. Und ich war seit 4 Uhr morgens gereist (es war zwischen 17.30 Uhr und 18.00 Uhr als Michael ankam). Dieses Mädchen, die so um die 20 Jahre alt war und eine größere Körpergröße hatte, versuchte immer wieder sich vor mich zu drängeln oder mich ganz wegzustoßen. Ich hielt aber durch, und da waren noch diese zwei netteren Mädchen, die glücklicherweise
kleiner waren als ich, so dass ich sie vorließ.
So konnte ich immer noch sehen und bekam noch Michaels Autogramm.

Dann, Freitag Nacht, führte Michael sein Ghost-Video vor. Ich hatte Michael schon vorher gesehen ( 1987 und auch ein paar Tage früher als er am Hotel ankam). Als der Film endete
drehte die Menge durch . Michael stand mit einigen Kindern hinter einer Barriere, und wie ich dort so stand, versuchten Michaels Fans über die Barrieren zu springen. Einigen Fans gelang es und landeten auf einigen der Kinder, einige Kinder wurden von diesen Schwachsinnigen ins Gesicht getreten. Ich muss zugeben, dass ich drauf und dran war auch zu springen bis ich sah, dass die Kinder verletzt wurden.

Ich schrie die Menschen an sie sollten aufhören zu versuchen über die Barriere zu springen, dass da Kinder wären und dass sie sie verletzen würden. Ich hatte Michael für eine Sekunde vergessen, da ich mir mehr Sorgen um die kleinen Kinder machte. Ein größerer Mann, er sah aus wie um die 50 und schien zu Michaels Begleitung zu gehören, fing an die Fans anzuschreien aufzuhören über die Barrieren zu springen. Ich bekam Kratzer in meinem Gesicht und blaue Flecken von Tritten und Stößen. Ich schrie ihnen unzählige Mal zu, sie sollten endlich zu sich kommen. Ich schaute zu Michael rüber und er lächelte mich an und hob die Daumen.

Endlich kamen die Kinder heraus und Michael kam heraus. Ich folgte Michael ins Foyer aber ich schrie und brüllte nicht mehr und ich jagte Michael nicht mehr. Ich stand auf und beobachtete die Menschen wie sie diesen Mann, der so viel gegeben hatte, anpöbelten als wäre er ein Preis von dem sie alle ein Stück abhaben wollten.

Nach dieser Sache sah ich Michael am folgenden Samstag Abend im Konzert und dann am nächsten Tag im Sydney Opera House. Ich hätte ihn dort verfolgen können, da ich sehr nah war….aber ich tat es nicht. Die Freitagnacht der Premiere hatte mir die Augen geöffnet.
Es setzte die Dinge für mich in eine (Anmerkung: hier fehlt wohl das Wort „andere“) Perspektive.

Ich hoffe, dass alle Michael Fans irgendwann die gleiche Lektion lernen.





 

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1997 • Michael ist 39 Jahre alt

Berlin, 1. August

Pearl K (Fan von Michael): „Am Tag nach dem HIStory-Konzert in Berlin besuchte Michael den dortigen Zoo. Die Fans waren auch gut darüber informiert und so hatten wir die Gelegenheit, Michael ganz nah zu sehen. Aber ein Mädchen konnte und wollte sich nicht benehmen. Sie kam von hinten angerannt und sprang Michael an! Die Bodyguards reagierten natürlich sofort aber dieses Mädel hing an Michaels Hals! Sie ließ nicht los und würgte ihn dadurch regelrecht. Sie wurde dann trotzdem ziemlich schnell von ihm weggezogen. Wir sprachen sie darauf an, was sie sich dabei gedacht hätte und sie meinte nur: Michael mag das und sie tue es jederzeit wieder! Danach durfte dieses Mädel ‘zur Belohnung’ zu Michael, als dieser im sog. "Affenhaus" war. Sie kam mit einem Autogramm auf ihrer HIStory-CD wieder raus und beklagte sich, dass sie kein Foto mit Michael zusammen machen durfte!“

 

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Bremen

„Vom ersten Tag an war die Szene ein Spektakel; rund um die Uhr hielten seine Fans Wache und bejubelten ihn lauthals wenn er sich ihnen zeigte. Michael selbst war zunächst locker drauf und widmete ihnen viel von seiner Zeit, indem er seine Spielchen am Fenster veranstaltete, rauskam, Fans traf und jedes Mal, wenn er in die Stadt fuhr, kurz anhielt.

Leider kam es an einem Nachmittag zu einem gefährlichen Vorfall, denn ein übergeschnappter junger Mann schaffte es über die Absperrungen zu gelangen und bestürmte nun Michael. Er klammerte sich derartig an ihm fest, dass mehrere Bodyguards alle Hände voll zu tun hatten, ihn wieder von Michael loszubekommen, der keinerlei Möglichkeit hatte sich auch nur ein bisschen zu bewegen. Natürlich rief dieses Ereignis Chaos unter den anderen zahlreichen Fans hervor. Viele versuchten dasselbe, andere schrien verzweifelt um Hilfe für Michael und alles was man sehen konnte war ein Knäuel aus Menschen, die sich wild rankten.
Glücklicherweise wurde der junge Mann dann doch überwältigt und weggebracht und Michael war wieder „frei“. Er zog sich sofort zurück und übrig blieben etwa hundert aufgebrachte Fans, die selbst schockiert von dem waren, was sie da eben miterlebt hatten.
Wahrscheinlich geisterten Michaels schmerzverzerrte Blicke durch alle Köpfe der Fans, die diese hatten sehen können …

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Im Nachhinein bin ich über so manches traurig, was dort passierte. Warum musste dieser junge Mann so furchtbar ausflippen, Michael weh tun und allen Fans die gesamten nächsten Tage versauen? Hätte er ihn nicht angegriffen, dann wäre allen eine Menge Stress und Angst erspart geblieben! Wir hätten weiterhin hinter den Absperrungen stehen können — vorausgesetzt, dass auch kein anderer Michael angefallen hätte - , das Polizeiaufgebot wäre geringer gewesen und Michael und seine ganze Crew hätten nicht diesen furchtbaren Stress wegen der Fans gehabt. Hätten sich alle vernünftig verhalten, dann hätte Michael öfter rauskommen können und wenn er das nicht getan hätte — dann wäre er wenigstens nicht dermaßen verängstigt worden. Es muss wirklich schrecklich sein, wenn man so brutal bestürmt wird und als einen Liebesbeweis fasst dies sicherlich niemand richtig auf. Ich verstehe nicht, wie man auf die Idee kommt, Michael zu bestürmen, bzw. wie man jegliche böse Absichten dieser Art haben kann!
Man selbst möchte doch auch nicht so behandelt werden. Wenn man sich schon als (wahren) Fan bezeichnet, dann sollte man wenigstens soweit informiert sein, dass man Michael Jackson als menschliches Wesen mit Gefühlen erkennt, das man dementsprechend zu behandeln hat!

Das Bremer Park-Hotel hat einen leicht runden Vorplatz und wenn dieser restlos von Leuten umringt und verstopft ist, dann gleicht das schlichtweg einem Raubtierkäfig. Ich selbst möchte nicht da raus gehen müssen, denn vor dem Getöse allein, was jedes Mal verursacht wird, hätte ich schon genug Angst und wenn ich dann noch mit Attacken rechnen müsste und weiß, dass jeder mich beobachtet, dann würde ich vielleicht ganz drinnen bleiben. Ich möchte hiermit nicht sagen, dass es falsch ist vor Michaels Hotel zu warten, denn es hat natürlich auch viele schöne Seiten für Michael, aber muss es denn immer gleich mit Hysterie und Chaos verbunden sein? Möchte Michael nicht vielleicht auch mal einfach nur so rausgehen können? Ohne zig Bodyguards als Schutz zu brauchen, ohne Angst und mit der Möglichkeit, seinen Fans ganz normal gegenübertreten zu können?“

1999 • Michael ist 40 Jahre alt

 

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München
Miri L., ein Fan von Michael erinnert sich:„ Und in der nächsten Sekunde sahen wir…Michael !!!!!!! Oh wow, er sah sooooo gut aus! Er trug nur eine Sonnenbrille aber keine
Maske und keinen Hut. Er hielt einen Regenschirm. Er ging direkt zu einer kleinen Bühne die sie für ihn aufgebaut hatten. Er stand dort und winkte. Dann begann er damit, die Fans zu begrüßen. Er begann an der gegenüberliegenden Seite und wir konnten nichts sehen.
Aber wir dachten es ist okay, weil er versprochen hatte auch auf unsere Seite zu kommen.
Aber da waren einige Idioten, die über die Barrieren sprangen und auf Michael zu rannten.
Und wir schrieen alle:„ Geht zurück! Lasst ihn in Ruhe!!!“ und solche Sachen, doch sie wollten nicht zuhören. Die Polizei hatte keine Chance. Als Michael die vielen Menschen vor der Barriere sah, drehte er sich um und verschwand im Hotel. Wir waren sooooo ärgerlich.
Ich kann das wirklich nicht in Worten ausdrücken. Wie konnten sie das nur tun?“
2000 • Michael ist 41 Jahre alt
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Monaco, 11. Mai

Eine ganze Woche lang hielt sich Michael der World Music Awards wegen in Monaco auf. Fans aller Länder waren dort versammelt, um ihn zu sehen, und es kam zu teilweise heftigen Szenen am Hotel, das Michael stets nur durch einen Hintereingang betrat und verließ. … Aber da gab es auch etwas besonderes!

Ein Fan erinnert sich: Ich muss immer an diese Szene denken, als Michael in dem süßen schwarzen Smart gefahren ist! Er wollte wohl, dass wir ihn auch sehen konnten, so nahm er dieses kleine, nichtverdunkelte Auto, das ihm von den Veranstaltern geschenkt worden war. Ich denke, er hat das wohl ziemlich schnell bereut, denn innerhalb von Sekunden war das Auto von Fans umgeben. Sie lagen buchstäblich darauf, schrien und kreischten, dass mir ganz übel wurde. Der Smart konnte gar nicht losfahren! Ich betete wirklich, dass sie das Auto irgendwann fahren lassen und dass die Scheiben nicht einkrachen würden, sonst hätte das schrecklich für Michael und viele andere ausgehen können!
Allerdings haben wir auch etwas Gutes getan! Am Ende seines Aufenthaltes haben sich alle Fans - von einem FttF-Team-Member dazu angeregt - zusammengetan und Michael einen Brief geschrieben. Wir versprachen, uns bei seinem Abschied ruhiger zu verhalten, wengistens, um seinen Kindern, die er dabei hatte, diese Hysterie zu ersparen. Und es funktionierte (zumindest fast :-) )! Wir waren alle wirklich stolz auf uns, und zum ersten Mal verspürten wir einen wirklichen Zusammenhalt untereinander! Das werde ich nie vergessen!

2001 • Michael ist 42 Jahre alt
Februar, Carnegie Hall
Bei der Carnegie Hall Sache war ich dort und sah wie Michael angepöbelt wurde. Ich dachte nicht viel darüber nach, weil ich nicht wusste….noch nicht. Einige Tage später sprach ich mit einem Fan vor dem „Vier Jahreszeiten“, in dem Michael
an diesem Morgen war. Sie erzählte mir was sie gesehen hatte. Sie war ein Teil der Gruppe gewesen und Michael hatte das Hotel in einem SUV verlassen. Wie jeder andere auch, hatte sie das Auto mit umringt aber landete schließlich vor dem Auto
anstatt an der Seite. Die Leute schlugen gegen die Scheiben und das Auto schwankte. Plötzlich erhascht sie einen Blick von Michael im Auto. Er sitzt in der Mitte und wiegt ein kleines Mädchen – seine Tochter Paris. Meine Freundin konnte das kleine Mädchen aus vollen Lungen schreien hören und Michael hielt sie eng an sich. Küsste ihre Stirn, anscheinend versuchte er das kleine Mädchen zu trösten.
Meine Freundin erblickte Michaels Augen und sie sagte es war als hätte sie einen Stoß in den Bauch bekommen: Sie sagte Michael sah aus wie ein Reh im Scheinwerferlicht, völlig verängstigt. Er versuchte ein kleines Kind zu trösten, welches wahrscheinlich zu Tode erschreckt war, während er zur gleichen Zeit anscheinend selbst Angst hatte.
Als sie mir das erzählte hatte ich das Gefühl, als hätte ich einen Schlag in den Bauch bekommen.
Ich bin seitdem gereist, um Michael zu sehen, ja, aber ich habe einen Schwur geleistet:
Ich werde nie hingehen um Michael zu sehen es sei denn es ist eine öffentliche Veranstaltung.
Ich werde nicht reisen, um ihn in den Ferien usw. zu sehen.
Ich werde zu den Toren von Neverland gehen aber nicht das Auto verfolgen.
Ich werde nie Michaels Auto verfolgen, an die Scheiben schlagen oder ihn in irgendeiner Weise anpöbeln.
Wenn ich irgendwo bin wo auch Michael ist werde ich gerade dort ruhig sein.
Ich hoffe, dass Michael eines Tages nie wieder so fühlen muss wie er anscheinend an diesem Tag gefühlt hat…Und ich bete, dass auch seine Kinder nie wieder so etwas durchmachen müssen.

von Minnie

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März, Oxford-Universität

Michael hielt sich in London auf um seine „Heal the Kids“-Foundation vorzustellen. Hierbei hielt er in der Universität von Oxfort eine Rede vor den dortigen Studenten. Aber wieder gab es dort Situationen, in denen Michael in Gefahr geriet.

Miri L. war dabei:

„Gegen 17 Uhr kommt Unruhe auf. Bodyguards sammeln sich um die Vans, Banner werden aufgehängt, Fotoapperate und Kameras zurechtgelegt und vorsichtshalber wird jedesmal geschrien, wenn sich die Tür des Hinterausgangs bewegt. Schließlich hat das Warten ein Ende, denn ein kleiner, rot gekleideter Mann mit Mundschutz humpelt auf Krücken zwischen den Vans hervor. Dort hält er dem ohrenbetäubenden Lärm einige Momente stand, winkt, zeigt auf einige Banner und verschwindet dann im Van. Die Absperrungen müssen an einer Stelle geöffnet werden, damit Michaels Konvoi den Weg nach Oxford antreten kann. Doch vorerst kommen die Autos nicht weit, denn einige Fans umstellen den Van und hämmern wild auf die verdunkelten Scheiben ein. Stillstand und lautes Hupen auf der angrenzenden dreispurigen Straße machen hervorragend auf dieses Ereignis aufmerksam.

… Um ca. 20 Uhr erklingen Polizeisirenen und Michaels Konvoi biegt ein. Sofort stürmen Fans wieder auf das Auto zu und das reinste Chaos entsteht. Als der Van hält und Michaels Tür geöffnet wird, da Michael seine Fans begrüßen will, ist der Ansturm zu groß – ohne ausgestiegen zu sein wird Michael nun direkt vor die Eingangstür gefahren.

… Keiner rechnet damit, dass sich Michael verletzt, nach einem anstrengendem Tag und um 2 Uhr nachts nochmal seinen Fans zeigen würde, aber es kommt alles ganz anders. Obwohl schon wieder zehn Fans innerhalb der Absperrung stehen, humpelt Michael einige Schritte auf unsere Freunde zu. Dort bleibt er stehen und guckt sich um. Plötzlich bleibt sein Blick an einem ihrer Banner kleben. Er macht ganz große Augen und zeigt auf den Banner, der ihm sofort gebracht wird. Mit dem Banner in der Hand will er gerade den Rückweg ins Hotel antreten, als er einen Rollstuhlfahrer erblickt und auf ihn zu geht. Da dieser direkt vor uns steht, hält sich Michael für einige Zeit in greifbarer Nähe auf. Es scheint ihm nichts auszumachen, so nah an seinen Fans zu stehen, da er aus dieser Ecke weder ohrenbetäubendes Gekreische noch grabschende Hände zu befürchten hat. Kurz bevor er geht, schreibt er einige wenige Autogramme, und wir haben das Glück, jeweils eins zu bekommen. Dann zieht sich Michael endgültig zurück und hinterlässt überglückliche Fans. Ein aufregender Tag geht mit einem krönenden Abschluß zu Ende.

… Sofort haben ca. 20 Fans den Van umzingelt und folgen an die Scheiben geklebt bis zum Hotel. Irgendwie schaffen es die Bodyguards die Vans so in den Hof zu fahren, dass es nur einem Fan gelingt, durch die Absperrung zu schlüpfen.

Michael steigt einige Sekunden später aus und beginnt seine Runde an den Gittern entlang. Leider kommt er nicht weit, denn schon in der ersten Ecke bricht Chaos aus, da ein ganzer Pulk von Fans über die Absperrung geht, während der Fan in der Absperrung versucht, Michael von hinten zu umarmen. Man sieht Michael nur noch mit schützend erhobenen Händen und angstvoll aufgerissenen Augen ins Hotel flüchten – ob nicht alle wesentlich mehr davon gehabt hätten, hätten sich diese Fans anders verhalten?!“

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2002 • Michael ist 43 Jahre alt

London, Paddington Station, 14. Juni

Michael hielt sich in London auf. An diesem Tag fuhr er mit dem Zug nach Exceter. Reporter, Fotographen, Passanten und natürlichen Fans stürtzten auf Michael ein, kaum dass er angekommen war.

Der schweizer Michael Jackson-Fanclub berichtet: „Michaels Bodyguards waren total überfordert, die Situation ein reines Chaos und zeitweise total ausser Kontrolle. Und wer das miterlebt hat, muss sagen, dass berühmt sein noch viel schlimmer sein muss, als einfach nur "wie in einem Gefängnis", wie Michael schon mal in einem Interview erzählte. Es ist nicht nur ein Gefangensein, es ist grausam!  Oft sah es aus, als würde Michael seinen Wagen nicht mehr heil erreichen und plötzlich geschah es: ein deutsches Fan-Girl artete total aus und stürzte sich auf Michael, die Bodyguards hatten keine Chance es zu verhindern. Michael stürzte zu Boden und blieb dort für eine halbe Minute, sich den Bauch haltend, knieen. Zusätzliche Polizeieinheiten waren zuvor zum Schutz vom King of Pop am Bahnhof gerufen worden und Reuters meinte, dass die Situation an die Beatles-Manie in den sechziger Jahren erinnerte.“

Ein Begleiter über die Ereignisse am Paddington Station: „„Es war entsetzlich (…) er wurde zu Boden gerissen. Einen Moment lang dachte ich, er würde bewußtlos werden. Dann aber blickte er mich plötzlich an und sagte: ‘Ich liebe diese Leute’, und ich sagte: ‘Bist du okay?’. Er sagte ‘Ich bin okay.’ und winkte seinen Fans weiter zu."

Nach einer Weile raffte sich Michale wieder auf und lief geduckt mit einem Blatt über dem Kopf weiter, als sich die Situation wieder etwas beruhigte ging er wieder aufwärts. Kurz bevor er einstieg, begannen die anwesenden Fans mit lauten Sprechchören „Stop Filthy Press“. Michael fiel in die Sprechhöre ein! Hinter ihm die Medien … Zumindest bewegte er, immer noch ziemlich verängstigt, den Mund dazu. Bevor er einstieg, wurde er nochmals von einer Person an der Hand festgehalten, er schüttelte sie ab und fiel dann gleich total erschöpft in das erste Abteil seines Wagens. Michael winkte ein paar Mal, sass sonst total erschöpft in seinem Sitz.
Als sich ein paar Fans via Uri Geller bei Michael für den Vorfall entschuldigten, verließ er sein Abteil und trat auf den Gang, der auf der Seite des Perrons war. Michael schaute in die Menge, machte den Fans Zeichen und warf ihnen Handküsse zu. Er blieb eine ganze Weile am offenen Fenster stehen, dabei zeigte er einem Journalisten gar den Stinkefinger!!! (siehe Foto).
Angeblich, das berichten zumindest einige Fans, habe Michael währenddem er sich auf dem Bahnhofperron zu seinem Wagen kämpfte, einem Journalisten geradewegs eine „in die Fresse gehauen“! Wie auch immer, der Journalist muss dabei was Wertvolles in die Geleise gefallen sein, was wir bestätigen können. Ob allerdings tatsächlich Michael selbst dem Papparazzi ein’s schlug, haben wir im (schrecklichen) Gemenge nicht mitgekriegt.

Während Michaels gesamten Aufenthalts in London war die Hysterie der Fans völlig ungebremst. Das Eisentor von Michaels Hotel hielt dem Ansturm der Menge kaum stand und bog sich in den Angeln nach innen. Immer wieder lagen Fans auf, unter, neben Michaels Auto und griffen hinein. Viele Fans und sogar ein Mann aus Michaels Security wurden verletzt. Der King of Pop selbst sahs in seiner Limousine und schlug sich die Hände schützend vors Gesicht.

 

Ein Fan erzählt: „Als Michaels Auto in der Nacht zum Sonntag um die Ecke kam und dann anhielt obwohl Dutzende von Fans angestürmt kamen dachte ich nur: „Fahr weiter, hau ab, Michael, die bringen Dich um!“ Und mir kamen die Tränen und ich hoffte, dass er mich nicht sieht. In diesen Momenten habe ich mich einfach nur dafür geschämt ein Fan zu sein.“


 

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Berlin, November

Als Michael wegen der Bambi-Awards in Berlin ist, kommt es zu hässlichen Szenen, als er den Zoo der deutschen Hauptstadt besuchen will. Fans und Presse hatten von Michaels Plänen erfahren und folgten ihm. Im Zoo kam es immer wieder zu Handgemengen. Michael und seine Familie konnten nur ganz kurz das Affenhaus besuchen, dann flieht er vor den Menschenmassen. Später bestätigt er in einem Interview, dass sein Sohn Prince während der Unruhen durch einen Regenschirm verletzt worden sei.
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Stürmischer Empfang für Michael Jackson
Von Markus Falkner

Gestern Nachmittag ist Michael Jackson in Berlin eingetroffen, wo der Popstar am Donnerstag den Medienpreis «Bambi» für sein Lebenswerk erhalten soll. Nach der Landung des Privatjets in Tempelhof traf Jackson gegen 14 Uhr am Hotel Adlon ein, wo ihn etwa 100 Fans - trotz Kälte und Nieselregen - erwarteten.

Als die Kolonne das Hotel erreichte und Jackson dem abgedunkelten, schwarzen Kleinbus entstieg, kam es zu tumultartigen Szenen. Die Fans stürmten die Absperrungen. Blumenkübel gingen zu Bruch.

Die Leibwächter mussten handgreiflich werden, um dem 44-jährigen Megastar den Weg ins Hotel zu bahnen. Als ein Bodyguard einen besonders aufdringlichern 19-jährigen Jacko-Fan abdrängte, prallte dieser mit einem 73-Jährigen zusammen, der eine benachbarte Boutique besucht hatte. Der Mann erlitt eine Platzwunde am Kopf und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach Polizeiangaben hat die Sicherheitsfirma Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet.
www.morgenpost.de
2005 • Michael ist 47 Jahre alt

 

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Santa Ynez, Neverland Valley, 11. Mai

Ein Tag nach meinem Geburtstag. Eigentlich hatte ich mein Zuhause in Kanada verlassen, um mich in Kalifornien zu erholen. Ich wollte nichts für meinen Geburtstag tun außer für Michael
während des erfundenen Gerichtsverfahrens in Santa Maria zu beten.
Dieser Tag vor Gericht war ein guter Tag für Michael. Er hatte uns zu gewunken als er mit seiner Begleitung das Gericht verließ und ich sah Fans in verschiedene Richtungen davon stürmen. Ich ging friedlich zu einem Fan, die gerade ein Interview machte und wartete bis sie fertig war um sie etwas über Neverland zu fragen. Sie und ihr Sohn (nette Leute) nahmen mich mit.
Mir war es möglich die Abgeschiedenheit zu bekommen, die ich brauchte, um für Michael zu beten während er der schlimmsten Tyrannisierung gegenüberstand, die ich jemals gesehen habe.
Als ich mir die Fans ansah, die sich am Tor versammelt hatten, fühlte ich mich unwohl.
Ich hatte das Gefühl, dass ich als Stalker angesehen werden würde, also ging ich zurück.
Wie eine schwerhörige Person schaute ich jeden an und wünschte mir ich hätte Freunde dort.
Ich war allein. Ich hoffte nur wenigstens einen kleinen Blick auf Michael werfen zu können.
Ich hatte von einem Fan gehört, dass Michael sich eine Woche zuvor unter die Fans gemischt und mit jedem gesprochen hatte. Wir hofften, dass man uns auf die Ranch lassen würde.
Ich konnte mir nicht vorstellen, warum die Tore geöffnet werden würden, aber Michael tendierte dazu unerwartete Dinge zu tun.
Ich hörte lautes Schreien und dann liefen die Fans zu der Stelle wo ich stand.
Ich bewegte mich gerne zurück und sah wie Leute ihre Freunde schubsten. Da wurden Bücher, Papierzettel und Kugelschreiber hoch gehalten. Ich konnte nicht glauben was ich da sah.

Als das Auto das Tor erreichte, erinnere ich mich wie ich sah, dass Michaels Wagen das Tor erreichte. Alle Fans liefen zu dem Wagen und wollten ihn nicht durchlassen. Gott sei Dank war es für ihn ein guter Tag vor Gericht! Er drehte die Scheibe herunter und winkte jedem zu, als plötzlich ein Fan seine Hand packte und gleichzeitig Joes Kopf stieß. Der Fan hielt Michaels Hand fest und rannte mit anderen im Schlepptau seitlich neben dem Wagen her.
Nach dieser Sache tat es mir leid überhaupt am Tor gewesen zu sein. Wenn ich nicht deswegen gekommen wäre um vor Neverland zu beten, wäre ich gar nicht auf diesem Grundstück gewesen.
Es ist großartig, dass dort soviel Liebe war. Aber Fans , die in diese Extreme gehen ruinieren größere Möglichkeiten. Wenn Fans sich so benehmen, kommt nichts dabei heraus außer Distanz. Es gibt genug für jeden von Michael, dieser Augenweide, zu genießen.
Die Fans sollten ihn lieben aber ihn auch in Ruhe lassen.
Die Regel, die ich mir selber gelobe ist, Menschen eine stille Anerkennung zu geben und sie so zu behandeln wie ich von anderen behandelt werden möchte.

Von Princess Beverley

London, Oktober


Schon im Oktober nach seinem Freispruch reiste Michael nach London. Natürlich wurde er von Unmengen jubelnder Fans empfangen, die alle seinen Freispruch feiern wollten.
Mutig - Michael wagte es in der Tat, einmal, ohne Bodyguards nach draußen zu gehen. Er wollte ein Studio aufsuchen, um einige Tonaufnahmen zu machen. Dabei kam es aber zu gefährlichen Szenen in der Tiefgarage, als eine Menge Fans ungehindert auf ihn eindrängten. Michael hatte nur die Chance, sich auf das Dach eines Autos zu flüchten, wohin ihm nicht so viele Leute folgen konnten. Er versuchte, das Gesicht zu wahren und gute Miene zum bösen Spiel zu machen, doch auf einigen Bildern sieht man sein Unbehagen, um nicht zu sagen, seine Angst deutlich, als er sich vor den vielen, nach ihm greifenden Händen zu schützen versucht.
Am Tag danach reiste eine Menge Security an, und Michael ging nicht mehr alleine nach draußen. Wieder etwas gelernt.
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2006 • Michael ist 48 Jahre alt
London, 12. - 17. November

Diskussion von Fans untereinander:

Die Fans verhielten sich unwürdig und haben es sich selbst vermiest. Es scheint jedes Mal wenn Michael herkommt schlimmer zu werden.

WIE KANN ES SEIN, DASS WIR FANS EINES MANNES SIND, DER SO LIEBENSWÜRDIG UND SANFT IST UND UNS TROTZDEM GENAU GEGENTEILIG VERHALTEN?
Ich liebe es Michael zu sehen. Aber ich bin auch irgendwie froh, dass das alles rum ist denn das was ich gesehen habe hat mich schockiert. Ich erinnere mich an die Zeit in der ich dachte, dass „alle Michael Jackson Fans liebe, nette Leute sind“. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen so egoistischen Haufen getroffen. Sie machen einem echt Angst.

Und sagt jetzt nicht - - na ja, Michael will es!
Er will es nicht. Versteht ihr das? Er will nicht, dass er oder seine Kinder in Gefahr schweben. Manche von Euch sind außer Kontrolle.

[…] Was sind wir für Menschen? Was bringt einen normalen Alltagsmenschen dazu sich in ein furchtbares Monster zu verwandeln, das töten würde für einen besseren Blick auf Michael Jackson? […] Michael ist ein Mensch. Die Welt behandelt ihn als wäre er etwas anderes. Wäre es nicht schön wenn seine eigenen Fans ihn mit Respekt behandeln würden indem sie ihm zumindest zeigen, dass sie andere Mitglieder der Fan Family mit Respekt behandeln?[…]

Irgendwann wird jemand getötet werden. Es gibt einfach KEINE Entschuldigung für dieses Verhalten – KEINE! Es interessiert mich nicht ob Du Michael zum ersten oder zum millionsten Mal siehst… Ich BETE, dass JEDER sich über sein Verhalten klar wird und dass JEDER, der JEMALS jemanden auf die Seite gestoßen hat oder jeder, der jemals jemanden geschlagen, geschubst oder irgendwie versucht hat jemanden zu verletzen um näher an Michael zu kommen mal einen verdammt langen Blick in den Spiegel werfen sollte, denn es gibt KEINE Entschuldigung!

Mit solchen Fans wer braucht da noch Feinde? […]

Michael selbst wurde so oft verletzt, ich selbst sah ihn so oft hinfallen weil manche seiner Fans sich so verhielten. Also sollte jeder lernen sich zu benehmen. Michael sollte keine solche Angst vor uns habe – es ist eine Schande...


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care63
care62
care19
2007 • Michael ist 48 Jahre alt
London, 14.-21. März

Im März 2007, nachdem er ein Fanevent in Japan abgehalten hat, reist Michael Jackson nach Japan. Niemand weiß konkret, ob das ein privater Besuch sein soll oder einer, bei dem sich Michael die Anwesenheit seiner Fans wünscht. Sicher ist nur, dass dort viele traurige Dinge geschehen.

Nach seiner Rückkehr fasst ein Fan die Lage präzise zu sammen:

"Ich bin gerade aus London zurück. Es war furchtbar. Die Leute waren so gelassen als Michael nicht da war, und sobald er auftauchte, flippten alle aus. Einer der Sicherheitsleute sagte zu mir, dass er denkt, alle Fans sind verrückt. Sie standen draußen, es war bitterkalt und fror, und dennoch warteten einige die ganze Nacht. Der Sicherheitsmann sagte mir, dass sie nach Hause gehen sollten, anstatt Michael zu belästigen. Ich selbst bin zurück nach Hause gekommen, weil das offensichtlich ein privater Besuch gewesen war. Michael war dort aus geschäftlichen Gründen (einige Leute im Hotel sagten, er wollte ein Geschäft in London eröffnen) und wollte nicht gestört werden. Viele Fans sagten, er zeigte sich am Fenster, aber ehrlich gesagt war das so hoch droben, dass man unmöglich sagen konnte, ob er das nun wirklich war."

 

* nach Aussage eines Fans, der eine Nachricht entweder von Michaels Security oder dem Hotel bekommen hatte, konnte Michael das Hotel aus Sicherheitsgründen nicht verlassen.
* jemand hörte, wie Michael sagte ‚Er verletzt mich,’, und das bezog sich wohl auf eines der Mädchen drum herum.
* bei seiner Rückkehr wurde Michael nach Rückkehr von einem der Fans, die ihm ständig folgten, sehr unsanft gegen eine Wand im Hotel gedrückt. Andere Augenzeugen sprechen von drei Fans. Danach kam er erst einmal nicht mehr zu den Fans.
* Bestätigt: Michael wurde ziemlich gewaltsam innerhalb des Hotels geschubst, wobei sein Kopf gegen eine Wand gedrückt wurde. Drei Fans taten das.
 c64
* Es wird ja immer schlimmer, es wurde ein Deutscher Fan zusammen geschlagen. Der aufgrund dessen jetzt im Krankenhaus liegt. Und nur weil der Fan Michael getroffen hat.   
* Ich habe gerade mit einem Freund gesprochen, der dort war. Er wurde wieder ziemlich schlimm gemobbt und Leute sprangen auf das Auto. Das Lockauto hat die Straße gesperrt, sodass niemand ihnen in ihren eigenen Autos folgen kann.
* Letzte Nacht folgten meine Freunde in
einem Taxi Michael und einem weiteren Wagen (ich weiß nicht, ob es ein Auto mit Fans war oder ein Taxi mit Fans) und verursachten beinahe einen Unfall mit Michaels Wagen.
* Mein Freund hat Aufnahmen von dem schlimmsten Mobbing, die bisher nicht online veröffentlicht worden sind, aber er kann sie nicht vor Mittwoch online stellen, wenn er London verlassen hat. Sagt, dass Michael von Fans in verschiedene Richtungen gezogen wurde.

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2009 • Michael ist 51 Jahre alt

Zukunft (hypothetisch)
Es folgen drei mögliche Varianten -> Was würdest DU vorziehen???

 

care_07

 

Variante a:
Wie es war? Wie immer! Klar, ich habe Michael gesehen, und es gibt nichts Schöneres! Aber ich habe auch eine ganze Menge blauer Flecken, und eine Freundin von mir hat sich den Arm ausgekugelt. Mein Vater hat mir verboten, nochmals zu so einem Event zu fahren. Er sagt, das sei zu gefährlich. Er hatte es sogar im Fernsehen gesehen, das ‘Chaos um Jacko’ - so hat er's mir erzählt! Meine ganze Klasse hat’s auch gesehen, und inzwischen halten sie mich für völlig bescheuert. Sie denken, wir wären alle so! Und ausnahmsweise stimmt es ja sogar, was die Presse sagt: jedesmal wenn Michael irgendwo aufgetaucht ist, gab es das größte Durcheinander! Es war echt schlimm, die Fans würden dich niedertrampeln! Und Michael auch … Ich glaube, er weiß das, denn er ist immer so schnell wie möglich im Hotel verschwunden. Die Geschäfte wurden für ihn verriegelt und Autogramme haben nur ein paar bekommen, die die ihre Hände direkt in die Wagenscheiben gestreckt haben!
Langsam habe ich echt keinen Bock mehr! Ich will Michael soooo gerne sehen, aber wie denn? Ich werde eh nie an ihn herankommen …“

Jeanny, 16

   
chronic36

chronic37

Variante b:

Ein Fan berichtet:
"Es war unglaublich! Wie immer warteten wir seit Stunden, aber sind wir ja gewohnt! Als Michael ankam, war die Stimmung wie nie zuvor! Alle klatschten und riefen Michaels Namen, aber niemand sprang über die Barrikaden! Anstatt gleich in die Tiefgarage weiterzufahren, hielt sein Van plötzlich direkt vor uns! Michael schien überrascht zu sein und kurbelte sein Fenster herunter. Als er sah, dass alles unter Kontrolle war, gab er seinen Bodyguards ein Zeichen. Sie stiegen als erste aus, dann folgte er. Er winkte und begann dann, langsam und vorsichtig umherzugehen und Autogramme zu geben. Es war so unglaublich!!! Er stand bestimmt zwei Minuten lang fast direkt vor meiner Nase und fünfzehn Minuten lang konnte ich ihn wirklich gut sehen und jede seiner Bewegungen mitverfolgen. Ich werde diesen Tag niemals vergessen! Michael hat uns gezeigt, wie gern er uns hat, und wir haben es ihm auch gezeigt, denn wir haben ihn mit Respekt behandelt!
Er schien auch richtig gute Laune zu haben! Später hat er dann noch einige Fans auf seine Suite holen lassen (ich war leider mal wieder nicht dabei :-( ), und abends kam er gar noch ans Hotelfenster, hat gewunken und uns sogar ein paar Sätze zugerufen - wie sehr er uns lieben würde. Und er hat sich für unsere Unterstützung bedankt.
Ich wünsche mir so sehr, so etwas nochmals zu erleben!!"

 

 

Variante c:
DPA
Angst um Michael Jackson!
Diesmal scheint der exzentrische Superstar die Rechnung für sein menschenscheues Verhalten bekommen zu haben.

Nachdem seine Fans viele Stunden vor seinem Hotel gewartet hatten, ohne dass sich der King of Pop zeigte, hatten sie wohl endgültig genug. Als er schließlich heimlich das Hotel verlassen und einkaufen fahren wollte, verfolgten hunderte seinen Wagen bis zum Zielort. Dort schien man für das Menschenaufgebot nicht gewappnet gewesen zu sein. Als Jacko in dem CD-Geschäft zu verschwinden versuchte, stürmten die Fans den Store. Scheiben zerbrachen, Geschäftsinventarium wurde zerstört, und Jacksons Security hatte keine Chance, den Star zu schützen. Jackson stürzte, wurde niedergetramelt und verletzt. Mit Mühe schaffte es seine Leibwächter, ihn durch einen Hintereingang in Sicherheit zu bringen.

Da es durch den Menschenauflauf für die Notärzte kein Durchkommen gab, wurde der Megastar in seinem eigenen Wagen sofort ins Krankenhaus gebracht. Bislang ist nichts über die Schwere seiner Verletzungen bekannt. Man spricht von Prellungen, gebrochenen Rippen und einer Gehirnerschütterung.

In dem Chaos wurden auch fünf der Fans des Sängers verletzt, einer davon, schwer. Es handelt sich um ein fünfzehnjähriges Mädchen, das extra aus Amerika angereist war, um ihr großes Idol zum ersten Mal zu sehen.
Eines ist sicher, Michael Jackson wird sich so schnell nicht wieder unter Menschen wagen.

chronic55

 

 

 

 

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