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Unglaublich. Unglaublich groß. Unglaublich tragisch. Einfach unglaublich. Ein bewegtes Leben in Kürze … | | |  | | | 1991 - 1992 | In der Öffentlichkeit:
 | 'Black or White', die erste Single des neuen Albums 'Dangerous' sorgt für Aufregung, da im Video offensichtliche Gewalt- und Sexanspielungen zu sehen sind. Soll der 'brave Michael' doch noch zum bösen Buben werden? Jedenfalls entschuldigt er sich artig offiziell und zieht diesen Teil des Clips zurück. Die Single schießt in die Hitparaden, und stellt sogar einige Rekorde von 'Thriller' ein. Das Album ist so begehrt, dass in Japan 30 000 Exemplare im Wert von 400 000 $ geklaut werden und auch Drohungen eintreffen, dass die Händler schon vor dem offiziellen Verkaufsbeginn kopierte Exemplare bekommen würden. So muss das Album sogar vorzeitig ausgeliefert werden. In vielen Ländern verkaufte sich kein Album jemals schneller. Das Album erhält Gold und Platin und Michael einen Lebenswerk-Award nach dem anderen. Er kommt erneut ins Guinness-Buch, da sein Deal mit Sony der größte Vertrag seiner Art ist.
‘Dancing the Dream’, ein Buch mit Gedichten und Geschichten von Michael wird veröffentlicht. | Gerüchte:
 | Michaels Besuch in Afrika wird von den Medien zerfetzt: Michael würde sich die Nase zuhalten, weil die Afrikaner einen für ihn unangenehmen Körpergeruch hätten, er hätte es abgelehnt, Afrikanern die Hand zu geben, er wäre ‘weder schwarz noch weiß’ und deswegen kein gutes Vorbild für Kinder.
Vor allem die englische Presse hetzt wieder gegen Michael. Der ‘Daily Mirror’ bringt auf der Titelseite ein furchterregendes Bild. el: „Scarface“ (Narbengesicht). Nur Tage später folgt vom selben Blatt ein ähnlich heftiger Angriff mit einer verzerrten Konzertaufnahme. Obwohl Michael gegen das Magazin klagt und eine Verfügung gegen die erneute Veröffentlichung der Aufnahme erhält, bringt der ‘Daily Mirror’ sie gerade nochmals. Michael sei „… ein grausig verunstaltetes Phantom, er habe ein Loch in der Nase und sein Gesicht sei mit vernarbtem Gewebe überzogen“. | Hinter den Kulissen:


 | Michaels Freund, Ryan White, ein aidskranker Junge stirbt. Zum Gedenken an ihn, widmet Michael ihm den Song 'Gone too soon'. Er nimmt an der Beerdigung teil und gründet bald darauf die ‘Heal The World’-Stiftung, die sich vor allem der Bekämpfung von AIDS bei Kindern und Jugend-Diabates widmet. HTW will die Sicherheit und Gesundheit von Kindern weltweit zur obersten Priorität machen. Sie will helfen, eine Welt zu gestalten, in der Kinder ohne Gewalt und Krankheit leben können und die Möglichkeit haben, zu gleichberechtigten Mitgliedern der Weltgemeinschaft heranzuwachsen. Außerdem unterstützt HTW die ‘Make a Wish Foundation’ sowie andere Wohltätigkeitsorganisationen.
MJJ-Productions spendet bedürftigen Familien in LA mehr als 200 Truthahnessen.
Michael fährt nach Afrika und legt dort in nur 11 Tagen 30 000 Meilen zurück, um Kliniken, Waisenhäuser, Schulen, Kirchen und Einrichtungen für geistig behinderte Kinder zu besuchen. Er verbringt viel Zeit mit den kranken Kindern, bringt ihnen Geschenke und stiftet Gelder. Zurück in Europa und dann den USA leistet er Krankenbesuche und übrnimmt u.a. die Begräbniskosten für Ramon Sanchez, der bei den Unruhen in LA von einer verirrten Kugel tödlich getroffen worden war. | Er sagt Jahre später: | — |
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| | 1992 | In der Öffentlichkeit:
 | Ein Superstar ganz oben auf dem Pop-Olymp. Michael geht wieder auf Welttournee. Er eröffnet die ‘Dangerous’-Tour im ausverkauftem Olympiastadion in München. Während seiner Tour muss er ein Konzert in Wembley (England) wegen totaler Erschöpfung verschieben. Da er gesundheitliche Probleme hat, müssen auch weitere Konzerte abgesagt werden. Mehrmals muss er nach den Shows im Rettungswagen ins Hotel gefahren werden. Dann muss Michael einige Wochen pausieren, da er seine Stimmbandprobleme kurieren muss. So beendet er den europäischen Teil der Tour letzendlich frühzeitig. In Bukarest ziehen Hunderte von Fans durch die Straßen und fordern den Friedensnobelpreis für ihr Idol. | Gerüchte: | Gerüchte über Michaels schlechte Verfassung werden laut: er soll Stimmbandprobleme haben. Später werden diese Gerüchte sogar von einem Sprecher bestätigt. Michael muss Schmerzmittel nehmen, um die Shows überstehen zu können.
| Hinter den Kulissen:

 | Ein besessener Fan droht, von einem hohen Gebäude gegenüber von Michaels Hotel zu springen, falls sein Idol nicht auf den Balkon käme. Michael spricht einige Minuten am Telefon mit ihm und hält ihn vom Selbstmord ab. Die Tour ist auch körperlich sehr anstrengend für Michael. Erholen kann er sich immer wieder, wenn er hinter der Bühne Kinder trifft, Krankenbesuche macht, in den Zoo geht oder einen Abstecher nach Disneyland macht. Er bringt sogar Mickey und Minnie-Maus aus dem Pariser Disneyland nach London in Kinderkrankenhäuser. In England trifft Michael u.a. Prince Charles und überreicht ihm einen Scheck über 200 000 $ für den ‘Prince’s Trust’. Auf einem NYer Flughafen überwacht Michael persönlich den Abtransport von 43 Tonnen Medikamtenten, Winterdecken, Kleidung und Schuhen, die für Kinder in Sarajevo bstimmt sind. ‘Heal the Word’ schließt sich mit anderen Hilfswerken zusammen, um in Jugoslavien mehr Hilfe leisten zu können. Sogar Pepsi stiftet einen nicht unerheblichen Betrag an die Stiftung. Das ‘Michael Jackson-Scholarship-Programm’ hilft unzähligen schwarzen jungen Männern und Frauen dabei, eine qualifizierte Ausbildung zu erreichen. | Er sagt Jahre später:

| Oxford-Speech, 2001:
„Weltweit werden Kindern die Freuden und Sicherheiten der Kindheit abgesprochen. Ich würde heute vorschlagen, dass wir in jedem Heim eine universelle ‘Kinderrechts-Liste’ aufhängen, die beinhaltet: • Das Recht geliebt zu werden, ohne es sich verdienen zu müssen; • Das Recht beschützt zu werden, ohne es verdient zu haben; • Das Recht, sich wertvoll zu fühlen, auch wenn man mit nichts in die Welt gekommen ist; • Das Recht, dass einem zugehört wird, ohne dass es interessant sein muss; • Das Recht, eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen zu bekommen, ohne mit den Abendnachrichten konkurrieren zu müssen; • Das Recht einer Erziehung und Unterricht, ohne dabei in der Schule Gewehrkugeln aus dem Weg springen zu müssen; • Das Recht, als bewundernswert angesehen zu werden — auch wenn man ein Gesicht hat, das nur eine Mutter lieben kann. (…) Glaube ich denn wirklich, dass wir eine Welt heilen können, die von Krieg und Völkermord geschüttelt wird, sogar heute noch? Und denke ich wirklich, dass wir unsere Kinder heilen können, dieselben Kinder, die ihre Schulen mit Waffen und Hass stürmen können und ihre Klassenkameraden niederschießen, wie es gerade eben wieder geschehen ist? Oder dieselben Kinder, die ein wehrloses Baby zu Tode schlagen können wie in der tragischen Geschichte von Jamie Bulger? Sicherlich glaube ich das, oder ich wäre heute nicht hier.“ |
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| | 1993 Januar - August | In der Öffentlichkeit:

 | Zum ersten Mal nach beinahe 14 Jahren gibt Michael wieder ein Fernsehinterview. ‘Michael Jackson talks to ... Oprah’ wird eines der größten Fernsehereignisse überhaupt, etwa 100 Mio Zuschauer auf der ganzen Welt verfolgen die Sendung.
Und zum ersten Mal spricht Michael offen über all die Gerüchte und über seine Hautkrankheit. Auf die Frage hin, ob er nun endlich glücklich sein könne, meint er strahlend: „Ja, ich bin dabei, das zu werden — ja, ich bin jetzt sehr glücklich, weil ich helfen kann, all den Kindern und Teenies und natürlich auch Erwachsenen …“
In diesem Jahr erhält er unter anderem den ‘Our Children, our hope of tomorrow’-Award (Unsere Kinder, unsere Hoffnung auf Morgen), der ihm zu Ehren umbenannt wird. | Gerüchte:
 | Michaels Sprecher dementieren Gerüchte, denen zufolge Michael Bill Clinton, dem angehenden Präsident der Vereinigten Staaten vorgeschlagen haben soll, die 10 Inaugurations-Bälle durch einen Auftritt von ihm zu ersetzen. Genauso wird dementiert, dass Michael von einem weißen Jungen in einem Pepsiwerbespot gespielt werden wollte. | Hinter den Kulissen: | Michael reist durch die Welt, trifft unter anderem Jimmy Carter, der mit ihm gemeinsam den Vorsitz der ‘Heal our Children/Heal the World’ innehat, sowie Prince Albert von Monaco. Dabei wird er häufig von Jordy Chandler und dessen fünf jähriger Schwester und seinewr Mutter begleitet. An einer Schule in LA stellt Michael sein neues Anti-Drogen-Programm vor. | Er sagt Jahre später: 
| Geraldo-Interview, 2005:
"Ich bin mehr als acht mal um die Welt gereist. Und ich besuche so viele Kranen- und Weisenhäuser wie ich Konzerte gebe. Aber natürlich wird darüber nicht berichtet. Aber deswegen tue ist es nicht, also damit man darüber spricht. Ich tue es, weil es aus meinem Herzen kommt."
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| | 1993 August - Dezember | In der Öffentlichkeit:

 | Aber dann, nur ein paar Monate später, als Michael gerade den asiatischen Teil seiner Welttournee eröffnet hat, geschieht das, was die ganze Welt für lange Zeit in Atem halten soll: Michael Jackson wird des Kindesmissbrauchs an einem 13jährigen Jungen beschuldigt. Michael setzt die Tour fort und gibt sich zuversichtlich, dass diese, wie er sagt ‘falschen Anschuldigungen’ sicherlich bald aus der Welt sein werden.
Doch schon Tage später werden die ersten Konzerte verschoben. Michael leidet an akuter Dehydration und kann nicht auftreten. In Singapur bricht er kurz vor dem Auftritt hinter der Bühne zusammen — Migräneanfall. Michael steigt schon verweint auf die Bühne und angeblich braucht er zwischen den Songs Sauerstoff, um die Konzerte überhaupt durchhalten zu können. Auch in Mexiko fällt eine Show aus. Michael hat starke Zahnschmerzen und bleibt über Nacht in der Klink. Ende November bricht er die Tour offiziell ab. Er entschuldigt sich dafür und verkündet, dass er sich einer Behandlung seiner Tablettensucht unterziehen muss, um wieder auf die Beine zu kommen. Michael verschwindet von der Bildfläche und die große Medienjagd auf ihn beginnt.
Ende des Jahres straft Michael alle Skeptiker Lügen und kehrt in die Staaten zurück, wo er sich in der Tat einer erniedrigenden Prozedur unterziehen muss: eine richterliche Untersuchung seines gesamten Körpers, um angebliche Angaben des Jungen über Aussehen seiner Genitalien und Pigmentstörungen zu überprüfen. In einer offiziellen Stellungnahme am 22.12.1993 kann er die Tränen kaum zurückhalten: „… Es war die größte Qual meines Lebens — etwas derart Erniedrigendes sollte niemand jemals erleiden. Und selbst nach dieser ganzen unwürdigen Prozedur waren die Beteiligten noch nicht zufriedengestellt und wollten noch mehr Fotos machen. Es war ein Alptraum, ein wirklich grausamer Alptraum. Aber wenn es das ist, was ich durchmachen muss, um meine Unschuld — meine absolute Unschuld — zu beweisen, dann soll es so sein …“ | Gerüchte:
 | Mit dem Tag, an dem der Skandal aufgerollt wird, stehen die Druckerpressen der Welt nicht mehr still. Eine Schlagzeile nach der anderen schockt die Welt. Jeder Tag bringt neue, immer skandalösere Meldungen. Angeblich hätte Michael schon lange Leute bezahlt, damit sie ihm ‘kleine Jungs liefern’ sollten. Plötzlich wenden sich einige seiner eigenen Angestellten gegen ihn und behaupten gesehen zu haben, wie er Kinder ‘unsittlich berührte und küßte’. Selbst seine Schwester La Toya wendet sich gegen ihn. Der Rest der Familie hält zu ihm. Michaels Wohnungen werden durchsucht, seine privaten Dinge beschlagnahmt, Videobänder, Bücher, einfach alles. Doch kein belastendes Material wird gefunden. Zig andere Jungs werden befragt, die oft und lange mit Michael zusammen waren. Sie bezeugen ausnahmslos, dass niemals etwas seltsames geschehen sei oder Michael sie ‘angefasst’ hätte.
Gerüchten zufolge wolle Michael nicht wieder in die Staaten zurückkehren, weil er sich dort den Anschuldigungen stellen müßte. Außerdem solle er sich einer weiteren Schönheitsoperation unterziehen wollen, um sein Äußeres unkenntlich zu machen und dann unterzutauchen bzw. er solle sich einer Behandlung unterziehen wollen, die die Flecken auf seinen Genitalien, die ihn entlarven können, entfernen soll.
„Michael Jackson cracks up — Sex, Drugs and the fall of the world’s biggest star.“ (Michaels Zusammenbruch: Sex, Dorgen und der Fall des größten Stars der Welt), eine der Schlagzeilen, die ungefähr das betiteln, was die Presse jeden Tag von neuem schreibt. | Hinter den Kulissen:

  | Auch während der Zeit der Anschuldigungen läuft die ‘Heal the World’-Organisation auf Hochtouren, um weiterhin eine Luftbrücke nach Sarajewo aufrechtzuerhalten.
Michael selbst baut mit einem Mal rapide ab. Er bricht häufig zusammen, isst kaum noch und ist mit den Nerven am Ende. Er fühlt sich alleine und von aller Welt verlassen. Ein Sprecher: „Er wußte überhaut nicht alles, was in den Staaten geschah. Aber schon das, was er wußte, brachte ihn an den Rand. Hätte er alles gewußt, wäre er mit Sicherheit zusammengebrochen.“
Michael greift mehr und mehr zu Beruhigungs- und Schmerzmitteln, um die Tour überstehen zu können und um seinen seelischen und körperlichen Schmerz zu betäuben. In seinem einsamen Hotelzimmer in Moskau schreibt er einen Song, der später der Hit 'Stranger in Moscow' werden soll. Während dieser schlimmen Zeit hat Michael viel telefonischen Kontakt zu Lisa Marie Presley, einer langjährigen Freundin. Sie ist ihm mental eine große Hilfe, besucht ihn aber nicht. Doch Liz Taylor und ihr Mann sind vor Ort zur Stelle. Sie fliegen nach Mexiko, um Michael beizustehen. Trotz seiner schlechten Verfassung und Zahnschmerzen muss er dort zwei Tage lang bei einem Prozess aussagen, der sich um eine Copyright-Klage zu den Liedern 'We are the wrold', 'The girl is mine' und 'Thriller' dreht. Obwohl er kaum die Augen offenhalten kann und jeden Moment ‘unter den Tisch zu kippen’ droht, gewinnt er aber auch diesen Prozess — Michael Jackson stiehlt keine Songs!
Da Michael seinen Vertrag durch Abbruch der Tour sozusagen ‘gebrochen’ hat, verkündet Pepsi das sofortige Ende jeglicher Beziehung zu ihrem einstigen Goldesel. Mit den Kräften am Ende taucht Michael unter größtem Bemühen, privat zu bleiben und regelrechten Pressejagdten, in London in einer Suchtklinik unter. Doch die Medien hetzen ihn ohne gleichen weiter. Die englische Presse setzt sogar ein Kopfgeld von 50.000 Pfundt aus für denjenigen, der ihn findet …
Das Schicksal macht es ihm nicht leicht. Michael hat einen Tablettenentzug hinter sich und ist noch gar nicht recht wieder auf den Beinen, da stolpert er schon in die nächste horrorartige Begebenheit, die Untersuchung des Santa Barbara County Sheriff’s Derpartement und des LA Police Departments.
Erneut unterstützt ‘Heal the World’ die ‘Operation Christmas Child’ und sendet Flugzeuge mit Spielzeug, Süßigkeiten und Geschenken nach Jugoslawien.
Elton John, der Michael für kurze Zeit in seinem Haus in London aufnahm, berichtet: „Ich wurde irgendwie in die Sache verwickelt, als Michael nach London kam. Ich hatte ihm den Kontakt zu dem Therapeuten hergestellt, den er dann in London aufsuchte. Danach kam Michael zu mir. Hier in diesem Raum hat er gesessen. Er wirkte sehr zerbrechlich. Ich weiß, wieviel Schmerzmittel er genommen hat. Und ich weiß, dass es ihm nicht darum ging, aus den USA zu verschwinden und sich zu verstecken, sondern er hatte ein wirkliches Problem. Die Medien haben ihn nicht gefunden, während er hier war; das fand ich klasse. Ich habe versucht, ihn aufzubauen. Als er nach England kam, wirkte er wie ein Zombie …“ | Er sagt Jahre später: | Mirror-Interview, 1999:
„Ich würde mir eher die Pulsadern aufschneiden, bevor ich einem Kind etwas zuleide tun könnte …“ „… ich fühlte mich so einsam, als wäre ich der letzte Mensch auf der Welt.“ |
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| | 1994 - 1995 | In der Öffentlichkeit:
 | Im Frühjahr wird ein außergerichtlicher Vergleich getroffen und der ‘Fall Jackson’ offiziell abgeschlossen.
Michael und Lisa Marie Presley heiraten in einer kleinen privaten Zeremonie in der Dominikanischen Republik.
Endlich, nach langem Warten, erscheint Michaels neues Album 'HIStory'.
Die Songs sind die eindeutige Abrechnung seitens Michael mit den Schrecken seiner jüngsten Vergangenheit. Die harten Klänge von Liedern wie 'Scream', 'They don't care about us', 'D.S.' (abgeleitet von den Initialien seines gerichtlichen Gegners), 'Money' und '2Bad' können wirklich erschüttern. Zumindest sagt Michael hier klar, was er empfindet. Mit all dem und Balladen wie 'Childhood', 'Smile' und 'Stranger in Moscow' ist es sicherlich sein biographischstes Werk. | Gerüchte:
 | Gerüchte über ungeheure Summen, die Michael den Eltern des Jungen gezahlt haben soll, kursieren.
Als Michael heiratet, hält die Presse diese Verbindung für eine rein geschäftliche. Michael müsse schließlich dafür sorgen, dass sein Image wieder reingewaschen würde. Kaum jemand gibt der Ehe eine Zukunft.
Als der Trailer für Michaels neues 'HIStory'-Album uraufgeführt wird, wird er steten Fußes mit Nazi-Propagandafilmen verglichen, da Michael inmitten einer Truppe Soldaten marschiert und ihm die Massen zujubeln. Außerdem benutzt er Worte, die für antisemitisch gehalten werden könnten. Schnell laufen die Druckpressen heiß und Michael muss einige Stellen von 'They don't care about us' abändern.
Und wie immer stehen die Zungen nicht still, wenn es um Michaels Hautfarbe und sein Aussehen geht. | Hinter den Kulissen:
 | Kaum hat er sich wieder etwas vom Schock der letzten Monate aufgerappelt, macht Michael mit dem weiter, was ihm stet’s am meisten am Herzen gelegen hat: er lädt 100 benachteiligte Kinder auf seine Ranch ein. Er wird außerdem mit einem Preis geehrt, der an Persönlichkeiten geht, die ihre Zeit dafür geben, um mit jungen Leuten zu arbeiten und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Außerdem tut er, was er nur mit seiner Musik kann: in der Arbeit zu einem neuesten Album packt er seinen ganzen Zorn und Schmerz der letzten Zeit in seine neuen Songs.
Michael und Lisa scheinen wirklich glücklich zu sein. Vielleicht hat Michael nach all den Strapazen nun doch seinen Weg ins Glück gefunden … Das frisch verheiratete Pärchen besucht in Budapest mehrere Kinderkliniken. Die ‘Heal the World Stiftung’ und mit ihr Michael werden in LA für das Engagement in aller Welt ausgezeichnet. | Er sagt:

| Prime Time Life-Interview, 1995:
Über den ‘HIStory’-Trailer: „Es hat nichts mit Politik zu tun. Nichts mit Faschismus oder Dogmen, Ideologie und so was — überhaupt nichts! Es geht einfach nur um reine Liebe. Man sieht keine Panzer, keine Kanonen. Es geht um Liebe. Und darum, wie Menschen zusammenkommen …“
Über 'They don't care about us': „Ich bin kein Rassist, das könnte ich niemals sein! Ich liebe alle Rassen, von Arabern über Juden und natürlich Schwarze. Wenn ich sage ‘sue me, jew me, everybody do me, kick me, kike me, don’t you black or white me …’, dann spreche ich doch von mir selbst als Opfer! Meine Steuerberater und Anwälte sind Juden, David Geffen, Jeffrey Katzenberg, Stephen Spielberg, Mike Milkin. Das sind alles Freunde von mir. Und sie sind alle Juden. Wie soll denn das Sinn machen? Ich wuchs doch in einer jüdischen Gemeinschaft auf!“
Über sein Aussehen: ironisch: „Klar, ich will mir ja auch einen roten Punkt hierhin machen lassen (deutet auf seine Stirn) und noch zwei Augen hierhin (deutet auf seine Wangen)! (…) Man muss die Natur danach fragen! Ich habe schwarz geliebt, ich liebe schwarz … ja, ich liebe schwarz! Ich bin ja neidisch auf Lisa, weil sie sich in die Sonne legen und bräunen kann, aber ich kann es nicht …“ |  |
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